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WANN, WO, WAS, WER?
Musikalisierung eines gesamten Göttinger Stadtteils mit sozialem Brennpunkt

Datum:
01.01.2010
Beginn:
Veranstaltungsort:
37083 Göttingen
Göttingen - Grone,
Kategorie:
Sonstige
Beschreibung:
Musikalisierung eines gesamten Stadtteils mit einem Anteil von über 90% Bewohnern mit Migrationshintergrund.
Die Grundschule des Stadtteils Grone wird von Kindern aus aller Welt besucht, 93% der Kinder sprechen Deutsch nicht als Muttersprache. Diesen Kindern wird schon früh allzu deutlich gemacht, dass sie kaum eine erfolgreiche Zukunft werden haben können: Arbeitslosigkeit der Eltern, näherer und entfernter Verwandten, Nachbarn und Freunde; Hartz4, immer wieder Sprachbarrieren der Eltern, kaum Chancen auf Ausbildungsplätze, Leben im sozialen Brennpunkt, einer unbeliebten Gegend von Göttingen, Leben auf beengtem Raum in kleinen Wohnungen in anonymen Wohnhäusern – das und viele andere Probleme machen den Kindern das Leben schon früh schwer und lässt ihnen die Zukunft perspektivlos wirken, was sie in ihrem oft unangepasstem Verhalten zum Ausdruck bringen.
Der Begründer der Musikbewegung „El Sistema“ in Venezuela hat es geschafft, die Kinder der ärmsten Gegenden dieses Landes von der Straße zu holen und ihnen kostenlosen Musikunterricht, Instrumente, soziale Unterstützung und die Möglichkeit, sich als Mitglied eines Ensembles zu erleben. Die Kinder werden akzeptiert, ermutigt und inspiriert und so entwickeln sie sich schnell zu fähigen Musikern, die vielen von ihnen ganz neue Lebensperspektiven eröffnet. Mittlerweile spielen in Venezuela 300.000 Kinder Venezulas ein Instrument – Kinder, die sonst auf der Straße lebten, aus den sozialen Unterschichten kamen und völlig ohne Hoffnung auf eine Besserung ihrer Lebenssituation da standen.
„Ausgrenzung ist die Wurzel allen Übels in der Gesellschaft“, sagt José Antonio Abreu, „darum müssen wir kämpfen, um möglichst viele Menschen einzubinden in die Welt der Musik.“
Die Musizierschule Musi-Kuss hat im vergangenen Jahr bereits mit dem Kampf um eine musikalische und somit soziale Einbindung der Kinder des Stadtteils Grone begonnen und an der Erich-Kästner-Schule inmitten dieses sozialen Brennpunktes kostenlos eine wöchentliche Singstunde vormittags während des Schulbetriebs für alle Schüler eingerichtet.
Die Erfolge waren verblüffend: Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich aus den zu Beginn noch sehr skeptischen Kindern ein selbstbewusster, motivierter und leistungsfähiger Schulchor, der schon nach wenigen Monaten zuverlässig an einem der monatlichen Konzerte in einem renommierten Göttinger Wohnstift teilnahm. Alle Kinder sahen während des einstündigen Konzerts, in dem sie der letzte Programmpunkt waren, gebannt zu, was andere Schüler der Musikschule auf der Bühne zum Besten gaben. einziges Kind musste zum Stillsein angehalten werden – ein Zustand wie man ihn im spannungsreichen Schulalltag dieser Schule nie erlebt. Normalerweise werden bei unseren Konzerten Fotos von den Akteuren auf der Bühne gemacht – bei diesem Konzert waren die Groner Kinder das meist aufgenommene Objekt, weil es so anrührend war, wie diese Kinder gebannt auf die Bühne starrten, weil sie erstmals deutsche Kinder ihres Alters musizieren sahen, weil sie merkten, sie sind ein Teil dieser geachteten Gesellschaft, denen andere Menschen zuhören und das was sie tun, wertschätzen. „Dieses Gefühl, dass uns die Leute da alle zuhören und das schön finden, wenn wir singen, das werde ich für immer in meinem Kopf behalten; noch wenn ich ganz alt bin, werde ich daran denken“, sagte ein türkisches Mädchen nach dem Konzert. Ein gutes Gefühl für sie und für die bis jetzt ehrenamtlich arbeitende Musikschule!
Waren es bei dem ersten Konzert noch etwa 25 Kinder, die zum Auftritt erschienen, kamen bei unserem zweiten Auftritt einige Monate später schon fast 60 Kinder (und zudem auch noch interessierte Eltern, die teils wohl auch noch nie in einem Konzert waren), was zeigt, dass die Kinder an Mut, Selbstbewusstsein und Engagement für eine (ihre) gemeinsame Sache hinzugewinnen.
José Antonio Abreu glaubt, „dass eine der wichtigsten Errungenschaften von El Sistema darin besteht, die Bedeutung geistigen Lebens für die Entwicklung des Individuums und der Gesellschaft zu zeigen: die Rückbesinnung auf die eigene Seele, auf die innere Natur, und der Pflege grundlegender menschlicher Werte, die nicht auf materiellen Dingen beruhen, sondern auf dem Wesen des Lebens selbst, ja sogar auf dem Wesen aller Existenz. Musik fördert das kindliche Verständnis vom Leben, von der Beziehung zu anderen und von der eigenen Rolle in der Gesellschaft. Es vermittelt einen Sinn für Solidarität innerhalb der Gruppe, mit den Mitschülern und für gemeinsame Ideale…“
Die Kinder des Groner Stadtteils leiden nicht unter Hunger im eigentlichen Sinne; sie hungern nach Anerkennung, sinnvollen Aufgaben, nach Herausforderungen mit reellen Chancen sie bewältigen zu können. Sie brauchen, wie die Gesellschaft im Allgemeinen, das, was die Musik ihnen geben kann: Geistigkeit, Solidarität, Mitgefühl und vor allem Lebensfreude.
Dass wir den Kindern eines Stadtteils mit einfachsten Mitteln zu diesen erfahrbaren Werten helfen können, zeigt bereits unsere wöchentliche Chorstunde.
Helfen Sie uns bei unserem großen stadtteilbezogenen Projekt nach dem Vorbild von José Antonio Abreus´ „El Sistema“, der Musikalisierung Venezuelas Kindern der Unterschicht.
Venezuela hat 300.000 Kinder aus ärmsten Verhältnissen zu Musikern gemacht, zu Menschen, die sich etwas zutrauen und sich geachtet fühlen, die Disziplin, Achtung vor ihren Mitmenschen egal welcher Herkunft, Solidarität, Gemeinschaft, Streben nach einem gemeinsamen Ziel kennen gelernt haben. Das Gleiche möchten wir den oft perspektivlosen Kindern des Stadtteils Grone und der Erich-Kästner-Schule bieten. Kein Groner Kind soll unter einem Vorwand an einer Schule eines anderen Stadtteils angemeldet werden, weil die alteingesessenen Göttinger (Groner) nicht wollen, dass ihre Kinder dort beschult werden, wo der Ausländeranteil über 90% liegt. Diese Schule habe ihren Kindern wohl nichts zu bieten, ist leider die gängige Meinung dieser Eltern und sie verkennen damit die großen Potentiale der Migrantenkinder aus aller Welt.
Unser Projekt beginnt mit der musikalischen Frühförderung im Nachbarschaftszentrum Grone, in dem schon jetzt Mütter vormittags mit ihren noch nicht (oder auch nie) die Kindergärten besuchenden Kleinkindern erste Erfahrungen mit den Möglichkeiten der Förderung ihrer Kinder durch die Musik machen können. Die Kinder singen, spielen tanzen gemeinsam mit ihren Müttern, lernen deutsche Kinder- und Volkslieder kennen und hören ganz nebenbei deutsche Klänge im Beisein ihrer oft der deutschen Sprache nicht mächtigen Mütter. Es soll noch eine Gruppe für Kinder ohne Mütter aufgebaut werden, in die schon ältere Kinder nachmittags kommen. Auch hier werden in Gemeinschaft Lieder, Rhythmen, Instrumente kennen gelernt und immer natürlich auch deutsche Sprache gehört und umgesetzt.
Auf Grund dieser Kurse, die allen Bewohnern des Stadtteils Grone kostenlos zur Verfügung stehen (und schon jetzt, nach nur drei Wochen Angebot schon regelmäßig von 5 Müttern mit Kleinkindern aus unterschiedlichsten Herkunftsländern und unterschiedlichstem deutschem Sprachvermögen genutzt werden), werden die Kinder in der Grundschule Musik schon als etwas Natürliches empfinden. Hierauf soll unser Projekt an der Schule weiter aufbauen und in jeder Klasse der Erich-Kästner-Schule in den ersten zwei Schuljahren einmal wöchentlich eine zusätzliche Stunde Flötenunterricht am Vormittag durch eine Lehrkraft unserer Musikschule gegeben werden. Das tägliche Üben mit der gesamten Klasse übernimmt die jeweilige Klassenlehrerin in den einzelnen Klassen.
Ab dem dritten Schuljahr können die Kinder ein Instrument ihrer Wahl erlernen und werden in diesem unterrichtet. Für die Gemeinschaft soll das Erlernte in einem gemeinsamen Kinder- und Jugendorchester münden, das sozialen Umgang miteinander, Verantwortung für eine gemeinsame Sache, Disziplin, Respekt vor den Mitspielern, verantwortungsvollen Umgang mit einem Instrument (also in den meisten Fällen einem Leihgegenstand) vermitteln.
Wer all das bereits in der Grundschule erfährt und verinnerlicht, hat eine gute Basis für ein weiteres sinnvolles Leben. José Antonio Abreu, unser Vorbild für dieses Projekt, glaubt, „dass Musik uns einen noblen Weg weist zu Ausgeglichenheit und Harmonie. Es ist kein Zufall, dass Harmonie ein entscheidender Begriff in der Musik ist – Harmonie untereinander, Harmonie von Körper und Geist, Harmonie mit unseren inneren Werten“ und somit auch Harmonie unserer Gesellschaft im Allgemeinen.
Kinder, die die Grundschule nach der vierten Klasse verlassen, sollen nachmittags im Nachbarschaftszentrum weiterhin die Möglichkeit erhalten, ihre erlernten Instrumente zu spielen und ihre erworbenen Fähigkeiten zu vertiefen. Dort sollen dann Leihinstrumente zu erhalten sein und Anleitung im Ensemble-Spiel gegeben werden, sodass die Kinder auch weiterhin gut aufgehoben sind.
Die Kosten:
Schon mit monatlichen 130 € pro Klasse kann eine gesamte Schulklasse wöchentlich eine Instrumentalstunde durch unsere Lehrkräfte erhalten.
Die Schule ist achtzügig, hinzu kommen die beiden Rhythmikstunden im Nachbarschaftszentrum Grone, was für den Unterricht einen Jahresbetrag von 15.600€ macht.
Hinzu kommen auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage der meisten Bewohner dieses Stadtteils noch Kosten für die Erstausstattung mit Blockflöten, die schon ab 10 € zu haben sind. Dadurch entstehen für etwa 150 Kindern ein einmaliger Betrag von 1500 € für die Beschaffung der Instrumente.
Diese Beträge bringt die Musizierschule Musi-Kuss zurzeit allein auf, um auch diesen Kindern eine Chance au kulturelle Bildung zu geben. Eigentlich ist das nicht Aufgabe einer privaten Musikschule, aber wir wollen es diesen Kindern nicht vorenthalten.
Dennoch hoffen wir, im Laufe des Jahres Sponsoren für dieses große angelegte Projekt zu finden, da wir auf lange Sicht nicht in der Lage sind, diese hohen Kosten zu tragen.
Die Grundschule des Stadtteils Grone wird von Kindern aus aller Welt besucht, 93% der Kinder sprechen Deutsch nicht als Muttersprache. Diesen Kindern wird schon früh allzu deutlich gemacht, dass sie kaum eine erfolgreiche Zukunft werden haben können: Arbeitslosigkeit der Eltern, näherer und entfernter Verwandten, Nachbarn und Freunde; Hartz4, immer wieder Sprachbarrieren der Eltern, kaum Chancen auf Ausbildungsplätze, Leben im sozialen Brennpunkt, einer unbeliebten Gegend von Göttingen, Leben auf beengtem Raum in kleinen Wohnungen in anonymen Wohnhäusern – das und viele andere Probleme machen den Kindern das Leben schon früh schwer und lässt ihnen die Zukunft perspektivlos wirken, was sie in ihrem oft unangepasstem Verhalten zum Ausdruck bringen.
Der Begründer der Musikbewegung „El Sistema“ in Venezuela hat es geschafft, die Kinder der ärmsten Gegenden dieses Landes von der Straße zu holen und ihnen kostenlosen Musikunterricht, Instrumente, soziale Unterstützung und die Möglichkeit, sich als Mitglied eines Ensembles zu erleben. Die Kinder werden akzeptiert, ermutigt und inspiriert und so entwickeln sie sich schnell zu fähigen Musikern, die vielen von ihnen ganz neue Lebensperspektiven eröffnet. Mittlerweile spielen in Venezuela 300.000 Kinder Venezulas ein Instrument – Kinder, die sonst auf der Straße lebten, aus den sozialen Unterschichten kamen und völlig ohne Hoffnung auf eine Besserung ihrer Lebenssituation da standen.
„Ausgrenzung ist die Wurzel allen Übels in der Gesellschaft“, sagt José Antonio Abreu, „darum müssen wir kämpfen, um möglichst viele Menschen einzubinden in die Welt der Musik.“
Die Musizierschule Musi-Kuss hat im vergangenen Jahr bereits mit dem Kampf um eine musikalische und somit soziale Einbindung der Kinder des Stadtteils Grone begonnen und an der Erich-Kästner-Schule inmitten dieses sozialen Brennpunktes kostenlos eine wöchentliche Singstunde vormittags während des Schulbetriebs für alle Schüler eingerichtet.
Die Erfolge waren verblüffend: Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich aus den zu Beginn noch sehr skeptischen Kindern ein selbstbewusster, motivierter und leistungsfähiger Schulchor, der schon nach wenigen Monaten zuverlässig an einem der monatlichen Konzerte in einem renommierten Göttinger Wohnstift teilnahm. Alle Kinder sahen während des einstündigen Konzerts, in dem sie der letzte Programmpunkt waren, gebannt zu, was andere Schüler der Musikschule auf der Bühne zum Besten gaben. einziges Kind musste zum Stillsein angehalten werden – ein Zustand wie man ihn im spannungsreichen Schulalltag dieser Schule nie erlebt. Normalerweise werden bei unseren Konzerten Fotos von den Akteuren auf der Bühne gemacht – bei diesem Konzert waren die Groner Kinder das meist aufgenommene Objekt, weil es so anrührend war, wie diese Kinder gebannt auf die Bühne starrten, weil sie erstmals deutsche Kinder ihres Alters musizieren sahen, weil sie merkten, sie sind ein Teil dieser geachteten Gesellschaft, denen andere Menschen zuhören und das was sie tun, wertschätzen. „Dieses Gefühl, dass uns die Leute da alle zuhören und das schön finden, wenn wir singen, das werde ich für immer in meinem Kopf behalten; noch wenn ich ganz alt bin, werde ich daran denken“, sagte ein türkisches Mädchen nach dem Konzert. Ein gutes Gefühl für sie und für die bis jetzt ehrenamtlich arbeitende Musikschule!
Waren es bei dem ersten Konzert noch etwa 25 Kinder, die zum Auftritt erschienen, kamen bei unserem zweiten Auftritt einige Monate später schon fast 60 Kinder (und zudem auch noch interessierte Eltern, die teils wohl auch noch nie in einem Konzert waren), was zeigt, dass die Kinder an Mut, Selbstbewusstsein und Engagement für eine (ihre) gemeinsame Sache hinzugewinnen.
José Antonio Abreu glaubt, „dass eine der wichtigsten Errungenschaften von El Sistema darin besteht, die Bedeutung geistigen Lebens für die Entwicklung des Individuums und der Gesellschaft zu zeigen: die Rückbesinnung auf die eigene Seele, auf die innere Natur, und der Pflege grundlegender menschlicher Werte, die nicht auf materiellen Dingen beruhen, sondern auf dem Wesen des Lebens selbst, ja sogar auf dem Wesen aller Existenz. Musik fördert das kindliche Verständnis vom Leben, von der Beziehung zu anderen und von der eigenen Rolle in der Gesellschaft. Es vermittelt einen Sinn für Solidarität innerhalb der Gruppe, mit den Mitschülern und für gemeinsame Ideale…“
Die Kinder des Groner Stadtteils leiden nicht unter Hunger im eigentlichen Sinne; sie hungern nach Anerkennung, sinnvollen Aufgaben, nach Herausforderungen mit reellen Chancen sie bewältigen zu können. Sie brauchen, wie die Gesellschaft im Allgemeinen, das, was die Musik ihnen geben kann: Geistigkeit, Solidarität, Mitgefühl und vor allem Lebensfreude.
Dass wir den Kindern eines Stadtteils mit einfachsten Mitteln zu diesen erfahrbaren Werten helfen können, zeigt bereits unsere wöchentliche Chorstunde.
Helfen Sie uns bei unserem großen stadtteilbezogenen Projekt nach dem Vorbild von José Antonio Abreus´ „El Sistema“, der Musikalisierung Venezuelas Kindern der Unterschicht.
Venezuela hat 300.000 Kinder aus ärmsten Verhältnissen zu Musikern gemacht, zu Menschen, die sich etwas zutrauen und sich geachtet fühlen, die Disziplin, Achtung vor ihren Mitmenschen egal welcher Herkunft, Solidarität, Gemeinschaft, Streben nach einem gemeinsamen Ziel kennen gelernt haben. Das Gleiche möchten wir den oft perspektivlosen Kindern des Stadtteils Grone und der Erich-Kästner-Schule bieten. Kein Groner Kind soll unter einem Vorwand an einer Schule eines anderen Stadtteils angemeldet werden, weil die alteingesessenen Göttinger (Groner) nicht wollen, dass ihre Kinder dort beschult werden, wo der Ausländeranteil über 90% liegt. Diese Schule habe ihren Kindern wohl nichts zu bieten, ist leider die gängige Meinung dieser Eltern und sie verkennen damit die großen Potentiale der Migrantenkinder aus aller Welt.
Unser Projekt beginnt mit der musikalischen Frühförderung im Nachbarschaftszentrum Grone, in dem schon jetzt Mütter vormittags mit ihren noch nicht (oder auch nie) die Kindergärten besuchenden Kleinkindern erste Erfahrungen mit den Möglichkeiten der Förderung ihrer Kinder durch die Musik machen können. Die Kinder singen, spielen tanzen gemeinsam mit ihren Müttern, lernen deutsche Kinder- und Volkslieder kennen und hören ganz nebenbei deutsche Klänge im Beisein ihrer oft der deutschen Sprache nicht mächtigen Mütter. Es soll noch eine Gruppe für Kinder ohne Mütter aufgebaut werden, in die schon ältere Kinder nachmittags kommen. Auch hier werden in Gemeinschaft Lieder, Rhythmen, Instrumente kennen gelernt und immer natürlich auch deutsche Sprache gehört und umgesetzt.
Auf Grund dieser Kurse, die allen Bewohnern des Stadtteils Grone kostenlos zur Verfügung stehen (und schon jetzt, nach nur drei Wochen Angebot schon regelmäßig von 5 Müttern mit Kleinkindern aus unterschiedlichsten Herkunftsländern und unterschiedlichstem deutschem Sprachvermögen genutzt werden), werden die Kinder in der Grundschule Musik schon als etwas Natürliches empfinden. Hierauf soll unser Projekt an der Schule weiter aufbauen und in jeder Klasse der Erich-Kästner-Schule in den ersten zwei Schuljahren einmal wöchentlich eine zusätzliche Stunde Flötenunterricht am Vormittag durch eine Lehrkraft unserer Musikschule gegeben werden. Das tägliche Üben mit der gesamten Klasse übernimmt die jeweilige Klassenlehrerin in den einzelnen Klassen.
Ab dem dritten Schuljahr können die Kinder ein Instrument ihrer Wahl erlernen und werden in diesem unterrichtet. Für die Gemeinschaft soll das Erlernte in einem gemeinsamen Kinder- und Jugendorchester münden, das sozialen Umgang miteinander, Verantwortung für eine gemeinsame Sache, Disziplin, Respekt vor den Mitspielern, verantwortungsvollen Umgang mit einem Instrument (also in den meisten Fällen einem Leihgegenstand) vermitteln.
Wer all das bereits in der Grundschule erfährt und verinnerlicht, hat eine gute Basis für ein weiteres sinnvolles Leben. José Antonio Abreu, unser Vorbild für dieses Projekt, glaubt, „dass Musik uns einen noblen Weg weist zu Ausgeglichenheit und Harmonie. Es ist kein Zufall, dass Harmonie ein entscheidender Begriff in der Musik ist – Harmonie untereinander, Harmonie von Körper und Geist, Harmonie mit unseren inneren Werten“ und somit auch Harmonie unserer Gesellschaft im Allgemeinen.
Kinder, die die Grundschule nach der vierten Klasse verlassen, sollen nachmittags im Nachbarschaftszentrum weiterhin die Möglichkeit erhalten, ihre erlernten Instrumente zu spielen und ihre erworbenen Fähigkeiten zu vertiefen. Dort sollen dann Leihinstrumente zu erhalten sein und Anleitung im Ensemble-Spiel gegeben werden, sodass die Kinder auch weiterhin gut aufgehoben sind.
Die Kosten:
Schon mit monatlichen 130 € pro Klasse kann eine gesamte Schulklasse wöchentlich eine Instrumentalstunde durch unsere Lehrkräfte erhalten.
Die Schule ist achtzügig, hinzu kommen die beiden Rhythmikstunden im Nachbarschaftszentrum Grone, was für den Unterricht einen Jahresbetrag von 15.600€ macht.
Hinzu kommen auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage der meisten Bewohner dieses Stadtteils noch Kosten für die Erstausstattung mit Blockflöten, die schon ab 10 € zu haben sind. Dadurch entstehen für etwa 150 Kindern ein einmaliger Betrag von 1500 € für die Beschaffung der Instrumente.
Diese Beträge bringt die Musizierschule Musi-Kuss zurzeit allein auf, um auch diesen Kindern eine Chance au kulturelle Bildung zu geben. Eigentlich ist das nicht Aufgabe einer privaten Musikschule, aber wir wollen es diesen Kindern nicht vorenthalten.
Dennoch hoffen wir, im Laufe des Jahres Sponsoren für dieses große angelegte Projekt zu finden, da wir auf lange Sicht nicht in der Lage sind, diese hohen Kosten zu tragen.
Ausführende:
Kinder der Erich-Kästner-Schule in Göttingen -Grone
Webseite:
Ansprechpartner:
Daniela Banzhaf
Tel:
Kartenreservierung:
Reservierung erforderlich?
Nein
Eintritt frei?
Ja
Teilnahme am Wettbewerb:
Ja - Kleine Kinder ganz groß, Helfen durch Musik, Musikerleben, Klangfarben, Musik.Macht.Politik, Neue Wege in die Welt der Musik



